Neben einigen lokalen Einsätzen in der Pfalz, war das Pad auch mit uns in Ailfroide und mehrere Male im
Tessin zum Bouldern. Insgesamt war das Pad bisher ca. 30 Bouldertage im
Dauerbeschuss.
Zum Test:
Was einem beim Auspacken als erstes ins Auge sticht, ist wohl die giftgrüne Farbe. Somit hatte das Pad bei
uns schnell seinen Spitznamen „Die grüne Sau“ weg. Mit der Farbe
folgt Ocùn dem Trend der Outdoorhersteller wieder mehr auf
leuchtende Farben zu setzen. Das grün vom Moonwalk ähnelt so z.B.
dem Grün der neuen Edelrid Produkte, wie zum Beispiel dem Edelrid
Pad Dead Point. Damit hebt sich das Moonwalk auf jeden Fall von der breiten Masse der
anderen Pads ab, bei denen doch eher die dunkleren Farben dominieren,
zum Beispiel das Red Chili Taco in schwarz oder das Black Diamond Impact in grau.
Das Pad wird beim Transport mit sehr robusten Metallschnallen zusammengehalten, die man auch ruhig fester
anziehen kann, wenn man zusätzlichen Kram, wie zum
Beispiel einen
Rucksack, in dem Pad verstaut. Besonders praktisch ist die kleine
rote Schlaufe an der Metallschnalle, mit der man das ganze schnell
wieder öffnen kann. Geschundene Boulderfinger freuen sich hier
besonders, da man nicht viel am Verschluss „rumfummeln“ muss.
Die Besonderheit, die das Moonwalk und
auch das Dominator, sowie das Eclipse von Ocùn aufweisen ist, die Möglichkeit, das Pad in zwei
verschiedene Richtungen öffnen zu können.

Möglich macht das ganze ein sehr stabiler und einwandfrei verarbeiteter Reißverschluss, der die
beiden Padhälften zusammen hält. Auf diese Weise kann man mit dem
Moonwalk eine Fläche von 132x100cm oder 200x66cm abdecken.

Das lange Aufklappen hat sich bei Traversen oder bei engeren Felsspalten als
besonders praktisch erwiesen. Ebenfalls kann man auf dem längs
aufgeklappten Pad äußerst komfortabel schlafen. So kann man sich im
Boulderurlaub
sonstige Isomatten getrost sparen. Ebenfalls verhindert der komplett geschlossene Reißverschluss ein Durchrutschen der im Pad transportierten
Kletterschuhe,
Chalk Bags und anderer Kletterutensilien.
Die Dicke des Pads beträgt 10cm. In diesen 10cm stecken 2 Lagen. Einmal ein härterer geschlossener Schaumstoff und ein weicherer offenzelliger Schaumstoff.

Mit dieser Bauart wird erreicht, dass sich die Sturzenergie besser verteilt. Darüber hinaus fühlt sich
das Pad beim Draufspringen äußerst stabil an. Die Außenhaut ist
aus
Cordura gefertigt. Dieses
Cordura Gewebe verspricht eine lange Lebenszeit, da es äußerst reißfest
ist. Selbst aus dem
Magic Wood, das für sein verblocktes Gelände mit spitzen Felskanten bekannt
ist, kam das Pad absolut unbeschadet nach Hause. Das Gewicht des Pads
beträgt 5,5 kg, was normal für ein Pad dieser Größenordnung ist.
Das Tragesystem des Pads besteht aus Rucksackriemen bzw. zwei
Handschlaufen auf der Längsseite des Pads, die auch dazu dienen, das Pad schnell unter dem Boulderer hin und her ziehen zu können.
Wenn man kein zusätzliches Klettermaterial im Pad verstaut hat, spürt man das Pad auf dem
Rücken fast nicht. Das Tragesystem ist also vollkommen ausreichend.
Auch ein Durchrutschen der Rucksackriemen in der Kletthalterung am
Pad, wie es bei manchen anderen Pads der Fall ist, dürfte nicht
passieren, da diese sehr stabil konstruiert ist. Einziger Nachteil
beim
Tragesystem sind die Plastikhaken mit denen die unteren Enden
der Rucksackriemen am Pad befestigt sind. Diese können sich mit der
Zeit aufbiegen und verlieren so an Stabilität. Metallhaken wären
hier eine bessere Lösung gewesen.
Als kleine Besonderheit hat das Pad noch eine zusätzliche Tasche, in der sich eine Fußmatte befindet.
Ein Boulderführer findet in dieser Tasche auch einen sehr guten
Platz und ist so immer schnell zur Hand.
Fazit:
Das Paddy Moonwalk von Ocùn ist für
mich eines der besten Pads, das ich je
besprungen habe. Die gute
Verarbeitung und das super Dämpfungssystem haben mich absolut
überzeugt. Besonders die Eigenschaft, das Pad in zwei verschiedene
Richtungen aufklappen zu können, ist eine Innovation, auf die ich
nicht mehr verzichten möchte. Und kein Pad vorher hat sich mit einem
Rucksack im Inneren so angenehm tragen lassen.
Alles in allem kann ich das Pad zum Kauf nur empfehlen, egal ob als Zweit- oder Erstpad, das Moonwalk ist
eine gute Wahl und seine 169,95 Euro auf jeden Fall wert.
Climbr.de hat ebenfalls einen Testbericht zum Paddy Moonwalk geschrieben, finden könnt ihr ihn hier.
Links:
Ocùn
Paddy Moonwalk bei Bergfreunde.de
kaufen
Pünktlich zum Besuch im Zillertal, kam mein neues Crashpad mit der Post. Warum ich mich für das Paddy Moonwalk von Ocun entschieden hab und ob ich damit zufrieden bin könnt ihr im folgenden Test erfahren. Erster Eindruck Moonwalk Metallschnalle Nun es ...
Aufgenommen: Dez 01, 13:10